Den Teufelskreis der Armut durchbrechen


Swisshand ermöglicht ärmsten Familien, eine Existenz aufzubauen

Den Teufelskreis der Armut durchbrechen. Rund 10 000 initiative Frauen in ärmsten Regionen Afrikas und im Nordosten Brasiliens schaffen dies jedes Jahr, indem sie die Chance ergreifen, die ihnen die schweizerische Stiftung Swisshand bietet. Unternehmerische Schulung, ein Kleinkredit sowie begleitende Beratung versetzen sie in die Lage, ein Kleingewerbe zu gründen und ihrer Familie dauerhaft ein Einkommen zu schaffen.

Film "Auf eigenen Füssen stehen": So arbeitet Swisshand

Filmemacher Gebhard Plangger zeigt in ausdrucksstarken Bildern aus Äthiopien, wie mittellose Frauen den Impuls von Swisshand aufnehmen. Sie überwinden ihre Ohnmacht und entwickeln sich zu Kleinstunternehmerinnen. (Dauer: 17 Minuten)

 

Der unternehmerische Weg

 Swisshand verfolgte einen unternehmerischen Ansatz, und das kommt nicht von ungefähr: Die Stiftung wurde 1968 unter dem Namen "Offene Hand" von der Vereinigung Christlicher Unternehmer (VCU) gegründet. Sie will keine Almosen verteilen, sondern Menschen unterstützen, die arbeiten und Verantwortung übernehmen wollen. Profitieren sollen Menschen in ausgesprochenen Armutsregionen, die bedürftigsten und vergessenen, um die sich kein anderes Hilfswerk kümmert. Darunter sind überproportional viele Frauen. Sie erweisen sich als zuverlässige Trägerinnen der Entwicklung; ihre Antriebskraft überträgt sich auf die ganze Familie.

Die Armutsbekämpfung muss an der Wurzel ansetzen. Die Menschen sollen ihre eigenen Kräfte mobilisieren, um in Eigenverantwortung einen Schritt aus Armut und Elend heraus machen zu können. Das bedeutet zuallererst, der Familie ein regelmässiges Einkommen, eine Existenzgrundlage zu schaffen. Jobs mit regelmässigem Einkommen gibt es in der Regel keine, deshalb ist unternehmerische Initiative gefragt. Nun ist aber jedes wirtschaftliche Leben auf Finanzdienstleistungen angewiesen. Jedes noch so bescheidene Unternehmertum braucht die Möglichkeit, Kredite aufzunehmen, Zahlungen zu tätigen, Geld zu sparen. Arme Leute haben aber nur beschränkten oder gar keinen Zugang zu Bankkrediten, da sie keine Sicherheiten anbieten können.

Geschäftsidee, Schulung, Kredit, Controlling

Hier setzen die Programme von Swisshand an. Das Hilfswerk gewährt Menschen in Armutsregionen – vor allem in Afrika – Kleinstkredite zur Verwirklichung einer kleingewerblichen Idee. Es sind jedoch keine simplen Bankkredite. Vorgängig zum Kreditverleih werden die Kreditnehmenden – zu Gruppen zusammengefasst – in ihrer unternehmerischen Kompetenz geschult, es werden ihnen elementare betriebswirtschaftliche Kenntnisse beigebracht. Gemeinsam wird die Geschäftsidee auf ihre Plausibilität und ihre voraussichtliche Rentabilität hin überprüft. Das erfolgreich absolvierte Training ist Voraussetzung für die Gewährung des Kredits, den sie innerhalb einiger Monate zurückzahlen müssen. Während dieser Zeit müssen die Kreditnehmenden Buch führen und regelmässig Bericht erstatten; sie werden unternehmerisch beraten und von einem Controlling begleitet.

Vor Ort arbeitet Swisshand via lokale Partnerorganisationen. Diese führen und begleiten die Programme bzw. die Programmbegünstigten. Swisshand selber besteht personell ausschliesslich aus den ehrenamtlich tätigen Stiftungsratsmitgliedern in der Schweiz.

 

 

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