Den Teufelskreis der Armut durchbrechen

Swis­s­hand ermöglicht den ärm­sten Fam­i­lien, eine Exis­tenz aufzubauen

Den Teufel­skreis der Armut durch­brechen. Rund 10 000 ini­tia­tive Frauen in den ärm­sten Regio­nen Afrikas schaf­fen dies jedes Jahr, indem sie die Chance ergreifen, die ihnen das Pro­gramm der schweiz­erischen Stiftung Swis­s­hand bietet. Unternehmerische Train­ings, ein Mikrokred­it sowie beglei­t­ende Beratung ver­set­zen sie in die Lage, Unternehmer*innen zu wer­den und ihrer Fam­i­lie dauer­haft ein Einkom­men zu sich­ern.

Aktuell ist Swis­s­hand in Äthiopi­en, Ugan­da, Nige­ria und Ghana tätig.

Film “Swis­s­hand — Entwick­lungszusam­me­nar­beit in Ugan­da” (2018)

Daniel Loepfe und Angela Gal­mari­ni zeigen in ihrem Doku­men­tarfilm am Beispiel Ugan­da, wie die Stiftung Swis­s­hand Frauen in Afri­ka ermöglicht, Kle­in­stun­ternehmen zu begrün­den oder auszubauen.

Der unternehmerische Weg

Swis­s­hand ver­fol­gt einen unternehmerischen Ansatz, und das kommt nicht von unge­fähr: Die Stiftung wurde 1968 unter dem Namen “Offene Hand” von der Vere­ini­gung Christlich­er Unternehmer (VCU) gegrün­det. Sie will keine Almosen verteilen, son­dern Men­schen, unter­stützen, die arbeit­en und Ver­ant­wor­tung übernehmen wollen. Prof­i­tieren sollen Men­schen in aus­ge­sproch­enen Armut­sre­gio­nen, die Bedürftig­sten und Vergesse­nen, um die sich kein anderes Hil­f­swerk küm­mert. Darunter sind über­pro­por­tion­al viele Frauen. Sie erweisen sich als zuver­läs­sige Trägerin­nen der Entwick­lung. Ihre Antrieb­skraft überträgt sich auf die ganze Fam­i­lie.

Die Armuts­bekämp­fung muss an der Wurzel anset­zen. Die Men­schen sollen ihre eige­nen Kräfte mobil­isieren, um in Eigen­ver­ant­wor­tung einen Schritt aus Armut und Elend her­aus in Rich­tung Unternehmer­tum machen zu kön­nen. Das bedeutet zuallererst, der Fam­i­lie ein regelmäs­siges Einkom­men, eine Exis­ten­z­grund­lage zu schaf­fen. Jobs mit regelmäs­sigem Einkom­men gibt es in der Regel keine, deshalb ist unternehmerische Ini­tia­tive gefragt. Nun ist aber jedes wirtschaftliche Leben auf Finanz­di­en­stleis­tun­gen angewiesen. Jedes noch so beschei­dene Unternehmer­tum braucht die Möglichkeit, Kred­ite aufzunehmen, Zahlun­gen zu täti­gen, Geld zu sparen. Arme Men­schen haben aber nur beschränk­ten oder gar keinen Zugang zu Bankkred­iten, da sie keine Sicher­heit­en anbi­eten kön­nen.

Geschäftsidee, Schulung, Kredit, Controlling

Hier set­zen die Pro­gramme von Swis­s­hand an. Das Hil­f­swerk gewährt Men­schen in Armut­sre­gio­nen – vor allem in Afri­ka – Mikrokred­ite zur Ver­wirk­lichung ein­er kleingewerblichen Idee. Diese wer­den jedoch nicht ein­fach so vergeben. Vorgängig zum Kred­itver­leih wer­den die Kred­it­nehmenden – zu Grup­pen zusam­menge­fasst – in ihrer unternehmerischen Kom­pe­tenz geschult, es wer­den ihnen ele­mentare betrieb­swirtschaftliche Ken­nt­nisse beige­bracht. Gemein­sam wird die Geschäft­sidee auf ihre Plau­si­bil­ität und ihre voraus­sichtliche Rentabil­ität hin über­prüft. Das erfol­gre­ich absolvierte Train­ing ist Voraus­set­zung für die Gewährung des Kred­its, den sie inner­halb einiger Monate zurück­zahlen müssen. Während dieser Zeit müssen die her­anwach­senden Unternehmer*innen Buch führen und regelmäs­sig Bericht erstat­ten; sie wer­den unternehmerisch berat­en und von einem Con­trol­ling begleit­et.

Vor Ort arbeit­et Swis­s­hand mit lokalen Part­neror­gan­i­sa­tio­nen zusam­men. Diese führen und begleit­en die Pro­gramme bzw. die Pro­gramm­begün­stigten. Swis­s­hand sel­ber beste­ht per­son­ell auss­chliesslich aus den ehre­namtlich täti­gen Stiftungsratsmit­gliedern in der Schweiz.

Die Stiftung Offene Hand “Swis­s­hand” trägt das ZEWO-Güte­siegel.

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